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Forschungsprojekt: Antiübungen

Projektname: Antiübungen
Projektleitung: Björn Fiedler
Projektstart: 15.11.1999
Projektstatus: abgeschlossen
Projektabschluss: 1.2.2003
Projektrahmen: autonom
Projektpartner: n.n.
Anzahl Publikationen: 1

Ausgangspunkt

Aus der Stimmbildung sind Körperübungen bekannt, bei denen der Teilnehmer zwischen einer verspannten, ungünstigen Haltung und einer präsenten, förderlichen Haltung beim Sprechen wechselt. Danach reflektiert er die Unterschiede.

Erstaunlicherweise prägt sich durch die "falsche" Übung das richtige Verhalten besser ein. Außerdem macht das Experimentieren mit dem "falschen" Verhalten Spaß und fördert durch Wiedererkennung eigenen Verhaltens die Selbsterkenntnis.

Ziel des Forschungsprojektes war der Versuch, das Prinzip des "falschen Übens" zu generalisieren und verschiedene Übungsformen zu entwickeln, die den Erfolg der Methode auf andere Coaching- und Trainingssituationen übertragen.

Dem Prinzip gaben wir den Arbeitsnamen Antiübung (Gegenübung).

Vorgehensweise

Zunächst wurde eine in unseren Coachingausbildungen bis dahin verwendete klassische Übungssequenz zum Thema "Aktives Zuhören und Spiegeln" in eine Antiübung umgebaut. Diese wurde mit mehreren Teilnehmergruppen erprobt. Die Resultate wurden mit dem Ergebnis der klassischen Methode verglichen.

Die Auswertung war beeindruckend: Die Teilnehmer hatten mehr Spaß am "Verbotenen", erkannten eigenes Verhalten besser wieder und lernten über die "Don'ts" wesentlich nachhaltiger und effektiver die "Do's" klientenzentrierter Gesprächsführung.

Danach haben wir das Prinzip erfolgreich auf weitere Settings übertragen. Der Begriff "Antiübung" hat seitdem einen festen Platz im Methodenreigen.

Fazit

Das Prinzip Antiübung lässt sich methodisch auf verschiedenste Coaching- und Trainingssettings übertragen. Es erzeugt nachhaltige Transfereffekte insbesondere bei der späteren Wiedererkennung und bewussten Änderung nicht zielführenden Verhaltens im Alltag.

2004 publizierte Björn Fiedler einen Bericht über die bis dato von uns erprobten Antiübungen in der Zeitschrift "Sprechen".

Literatur

Fiedler, B. (2004): Die Faszination von Antiübungen in Kommunikationstrainings - Erfahrungsbericht und Best-Practice-Beispiele. In: Sprechen. Zeitschrift für Sprechwissenschaft - Sprechpädagogik - Sprechtherapie - Sprechkunst. Heft 41. Bayrischer Verlag für Sprechwissenschaft (bvs): München.

Interesse geweckt?

Sie sind an diesem Forschungsprojekt interessiert? Gerne stellen wir Ihnen den aktuellen Forschungsstand in einem persönlichen Gespräch vor. Wenn Sie wissen wollen, wie Ihre Organisation von der praktischen Anwendung der Forschungsergebnisse profitieren kann, kommen Sie einfach auf uns zu

 
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